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Letzte Änderung für Artikel Siegmund (Tirol): 24.01.2006 19:02

Siegmund (Tirol)

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Si(e)gmund oder Sigismund genannt der M√ľnzreiche (* 26. Oktober 1427 in Innsbruck, ‚Ć 4. M√§rz 1496 in Innsbruck) war Erzherzog von √Ėsterreich und Regent von Tirol und Vorder√∂sterreich.

Sigmund gehörte der Leopoldinischen Linie der Habsburger an. Er war der Sohn des Herzogs Friedrich IV. und der Anna von Braunschweig .

Als sein Vater starb, war Sigmund gerade einmal zw√∂lf Jahre alt. Friedrich III. , dessen Neffe er war, wurde zu seinem Vormund bestellt. Da Tirol eine lukrative Einnahmequelle f√ľr Friedrich III. war, hielt er Sigmund bis zu seinem 19. Lebensjahr praktisch gefangen. Erst als die Tiroler St√§nde ihm mit Krieg drohten, lie√ü er den jungen Sigmund ziehen.

Um den Einfluss gegen Westen auszuweiten, sollte Sigmund die französische Königstochter Radegunde ehelichen, diese verstarb aber vor der Eheschließung im Jahre 1445 .

1446 nahm Sigmund seine Regentschaft √ľber Tirol und Vorder√∂sterreich auf, sein Regierungssitz wurde Innsbruck. Er hatte, bis zu dessen Tod, einen Konflikt mit Nikolaus Cusanus , dem damaligen Bischof von Brixen, um die Gebiete des Inn-, Eisack- und Pustertales .

1449 heiratete Sigmund in Meran Eleanor , die Tochter Jakobs I. von Schottland .

Am 10. Mai 1458 erhielt er im Erbstreit Habsburgisch-Schwaben (Vorderösterreich) von Herzog Albrecht IV. von Bayern, das er jedoch 1461 wieder an diesen abtrat.

Da er wegen seines ausschweifenden und z√ľgellosen Lebensstils eine gro√üe Menge an Schulden anh√§ufte, verkaufte er 1469 Karl dem K√ľhnen (dem Herzog von Burgund ) die Grafschaft Pfirt , die Landgrafschaft Elsass und einige weitere St√§dte, behielt f√ľr sich aber das Recht auf R√ľckkauf.

1477 wurde Sigmund von Kaiser Friedrich III. zum Erzherzog erhoben.

Im Jahre 1480 verstarb seine Frau Eleonore. Aus der Ehe von Sigmund und Eleonore gingen keine Kinder hervor.

1484 verm√§hlte sich Sigmund mit der erst sechzehnj√§hrigen Katharina von Sachsen . Auch diese Ehe blieb kinderlos. Allerdings soll Sigmund eine gro√üe Zahl unehelicher Kinder gehabt haben (vgl. Lebensstil). Diese Kinder begannen - zu Ehren ihres Gro√üvaters - seinen Kosenamen zu f√ľhren. Daraus entwickelte sich der heute im s√ľddeutschen Raum weitverbreitete Familienname Friedel .

Sigmund begann 1487 einen Angriffskrieg gegen Venedig , der jedoch beiden Seiten keinen Gebietsgewinn brachte.

1490 musste er auf massives Dr√§ngen der Tiroler St√§nde hin die Regierungsangelegenheiten an Herzog Maximilian √ľbergeben.

Erzherzog Sigmund wurde in der F√ľrstengruft in Stift Stams beigesetzt.

Literatur

Wilhelm Baum: Sigmund der M√ľnzreiche. Zur Geschichte Tirols und der habsburgischen L√§nder im Sp√§tmittelalter. Athesia, Bozen 1987. ISBN 88-7014-449-6

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